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Onlineshop optimieren: 5 SEO Tipps für deinen Erfolg

von | 2.08.2022 | E-Commerce

Du bist zufrieden mit dem Webdesign, die Produktfotos sehen großartig aus, und jetzt wartest du auf Besucher:innen, die deine Produkte kaufen. Aber was, wenn die kauffreudige Kundschaft ausbleibt? Wenn du die Optimierung deines Onlineshops nach SEO Kriterien vernachlässigt oder sogar vergessen hast, wäre das kein Wunder!

 

In diesem Artikel erfährst du, was die wichtigsten SEO Basics sind, um deinen Webshop zu optimieren. Mit diesen Maßnahmen kannst du bald neue Besucher:innen willkommen heißen.

 

Warum ist SEO für Onlineshops wichtig?

Zunächst einige grundsätzliche Infos: SEO steht für „Search Engine Optimization“ („Suchmaschinenoptimierung“), eine Disziplin im Online-Marketing, bei der es darum geht, die Auffindbarkeit einer Website in Suchmaschinen zu verbessern. Das Ziel ist, dass relevante Inhalte auf prominenten Positionen in den Suchergebnissen erscheinen.

Hinweis

99,1 % aller Suchenden bei Google klicken nur auf die Ergebnisse auf der ersten Seite, fast 60 % der Klicks entfallen auf das Ergebnis auf Position eins. Das zeigt, wie wichtig es ist, eine gut platzierte Website zu haben.

Die erste Position in der SERPs bekommt die meisten Klicks

Die Tatsache, dass mehr als die Hälfte der Suchenden auf die erste Position klicken, zeigt wie wichtig eine hohe Position ist. (Abgerufen am: 29.07.2022)

Dementsprechend liegt auch auf der Hand, warum besonders für Onlineshops SEO-Maßnahmen so wichtig sind: Neben bezahlten Anzeigen sind die organischen Suchergebnisse bei Google die wichtigsten Einstiege in Onlineshops. Während bezahlte Anzeigen kurzfristig Traffic bringen können, ist Suchmaschinenoptimierung eine langfristige Maßnahme.

 

Durch SEO steigerst du langfristig deine Sichtbarkeit in Suchmaschinen, den eingehenden Traffic und zugleich die Bekanntheit deiner Marke. Ein langfristiger Prozess, ja – aber erste Schritte kannst du sofort unternehmen, um deinen Onlineshop zu optimieren.

 

5 wesentliche SEO-Maßnahmen für Onlineshops

Natürlich gibt es eine Vielzahl möglicher Gründe, warum dein Onlineshop schwer auffindbar ist, und mit ebenso vielen SEO-Maßnahmen kannst du dagegen angehen. Doch mit den Basics schaffst du bereits eine solide Grundlage für längerfristige Analysen und Optimierungen.

 

Tipp 1: Metadaten und Überschriften optimieren

Jede Website (nicht nur Onlineshops) braucht einen Seiten-Title, eine Meta-Description und Überschriften. In diesen Elementen sollten die für die Site wichtigsten Keywords – also jene Suchbegriffe, die bei Google und Co. in die Suchmaske eingegeben werden – vorkommen.

Zudem sollte die Länge der Meta-Beschreibung und des Titles vorab überprüft werden. Andernfalls kann es passieren, dass Google den Text abschneidet – unschön und unprofessionell! Die ideale Länge beträgt 50–60 Zeichen für den Title und bis zu 155 Zeichen für die Meta-Description.

 

 

Das Sistrix Tool zählt die Zeichen der Title und der Meta-Description

Tools wie Sistrix zeigen, ob die optimale Länge erreicht ist, sowie wie sie auf Mobile und Desktop aussehen werden. Sistrix, URL: https://app.sistrix.com/de/serp-snippet-generator (abgerufen am: 29.07.2022)

Noch schlimmer sieht es aus, wenn man die Meta-Description vergisst. In diesem Fall erstellt die Suchmaschine automatisch eine eigene Vorschau und greift dabei auf einen Textabschnitt von deiner Website zurück, der vielleicht überhaupt nicht passt.

Für Suchmaschinen sind auch Überschriften (H1–H3) wichtige Rankingfaktoren. Diese sogenannten H-Tags signalisieren den Suchmaschinen die Bedeutung von Inhalten. Der H1-Tag, also die Hauptüberschrift, wird nur einmal pro Seite verwendet, H2- und H3-Tags aber mehrmals. Der H1-Tag sollte auf jeden Fall das Haupt-Keyword enthalten.

Diese drei Bestandteile der Onlineshop-Optimierung kommen nicht nur der Suchmaschine zugute, sondern auch den Besucher:innen deiner Seite: Ihnen werden vorab wichtige Informationen gegeben und sie werden zum Weiterlesen animiert.

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Tipp 2: Einzigartige Produktbeschreibungen anfertigen

Sogar wenn du fertige Produktbeschreibungen vom Hersteller bekommst, lohnt es sich, deine eigenen zu schreiben oder zumindest die bestehenden umzuformulieren. Wenn nämlich auf einer Vielzahl an Webseiten die gleichen Beschreibungen zu finden sind, ist das ein schlechtes Signal für die Suchmaschine, da sie nicht weiß, wer der Urheber ist. Für Duplicate Content werden Shop-Betreiber:innen manchmal in Form von Google Penalties abgestraft.

Wichtig ist, dass jede Produktbeschreibung nicht nur für Suchmaschinen optimiert ist, sondern auch potenzielle Kunden:innen überzeugt. Natürlich ist es mühsam, eine Beschreibung für jedes Produkt in deinem Sortiment zu schreiben, du wirst es aber nicht bereuen!

 

Tipp 3: Bilder optimieren

Produktbilder spielen ebenfalls eine große Rolle und sorgen dafür, dass Besucher:innen deiner Seite die Produkte besser kennenlernen, ohne dass sie sie wie in einem Ladengeschäft anfassen können. Auch für SEO sind Bilder wichtig. Unser Artikel über Bilder-SEO enthält viele wertvollen Tipps, zum Beispiel zu den Themen Alt-Tags und Bildunterschriften.

 

In jedem Fall gilt: Gute Bilder führen zu mehr Klicks. Und die höhere Klickrate signalisiert Google, dass deine Produkte Relevanz für die Suchenden haben. Beachte aber: Obwohl hochwertige Bilder immer gut sind, können sie unter Umständen dazu führen, dass die Website langsam lädt (siehe dazu den Abschnitt: „Ladezeit optimieren“ unten). Je größer die Bilder sind, desto länger braucht die Website, um zu laden. Google bewertet dies als negative User Experience.

Um lange Ladezeiten zu vermeiden, kann man die Bilder zuerst komprimieren, damit sie weniger Platz einnehmen. Adobe Photoshop ist ein mächtiges Tool dafür, aber es stehen auch viele kostenlose Tools zur Verfügung, mit denen du Bilder teilweise sogar per Drag-and-Drop-Verfahren komprimieren kannst.

 

Tipp 4: Nachhaltiges Linkbuilding betreiben

Früher war das Ziel beim Optimieren von Onlineshops, so viele Links von anderen Websites (Backlinks) zu bekommen wie möglich. Link-Spam auf thematisch irrelevanten Websites war lange Zeit die Folge. Dies erlaubt Google nicht und straft Websites ab, die durch Spam-Links auffallen. Seit Jahren bemüht sich Google zudem, das System zur Bekämpfung von Link-Spam zu verbessern.

 

Demgegenüber liebt Google es, wenn Linkbuilding naturgemäß erfolgt – das heißt wenn andere Websites freiwillig auf deine Website verlinken. Prinzipiell gilt es also, nicht nur auf die Quantität, sondern auch – und vor allem – auf die Qualität von Links zu achten.

 

Auch interne Links sind wichtig, da sie den Suchmaschinen-Bots helfen, die Unterseiten zu crawlen und zu indexieren. Zudem ermöglicht eine gute interne Verlinkung deinen potenziellen Kund:innen eine leichtere Navigation auf der Website und weist ihnen den Weg zu weiterführenden Informationen oder Produkten. Merke: Eine gute interne Verlinkung steigert genauso das Ranking wie eine hochwertige externe Verlinkung.

 

Bei internen Links ist es sinnvoll, Keywords im Ankertext zu integrieren. So signalisiert man der Suchmaschine, zu welchem Keyword die jeweilige Seite ranken soll und trägt dazu bei, den Webshop zu optimieren.

Beispiele von einem guten und einem schlechten Ankertext

Durch hilfreiche Ankertexte kann man Google signalisieren, zu welchem Keyword die Seite ranken soll.

Tipp 5: Ladezeiten optimieren

Wenn eine Website oder ein Webshop zu lange braucht, um zu laden (Ladezeiten länger als 3 Sekunden), werden die Besucher:innen ungeduldig und könnten die Website im schlimmsten Fall verlassen – das führt zu einer hohen Absprungrate (oder „Bounce Rate“). Ein solches negatives Nutzerverhalten wird von Google erkannt und zeigt der Suchmaschine, dass die Website den Anforderungen der Besucher:innen nicht entspricht. Es sind mehrere Tools verfügbar, womit man die Ladezeit einer Website prüfen kann, z.B. Google PageSpeed Insights.

 

Darüber hinaus sollte eine Pagespeed-Analyse zur Suchmaschinenoptimierung für Onlineshops auch weitere Punkte einbeziehen. So könnte die niedrige Geschwindigkeit auch an deinem verwendeten Shopsystem liegen, oder der Server könnte schuld an langsamen Ladezeiten sein. Wenn du merkst, dass deine Website mehr und mehr Traffic generiert, solltest du prüfen, ob dein Server genug Leistung für so viele Besucher:innen bietet.

Rachel Schulze
Rachel Schulze

Rachel ist als Senior Content Marketing Manager in der englischen Redaktion von Colorful Chairs tätig. Sie ist glückliche Mutter von 4 Meerschweinchen und 2 Katzen und auch der größte Fan von RuPaul’s Drag Race und 90s Musik.

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