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Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) bei Colorful Chairs: Ronni Arndt im Interview

von | 25.10.2022 | Agenturleben

Altersvorsorge ist ein wichtiges Thema – auch und vor allem bei jungen Berufstätigen. Bei Colorful Chairs gibt es dafür ein attraktives, vom Arbeitgeber unterstütztes Modell. Grund genug, uns diesem Thema einmal mit einem Experten anzunähern! Im Interview sprechen wir mit Ronni Arndt von der HORBACH Wirtschaftsberatung GmbH. Darin beantwortet uns der selbstständige Vertriebsbeauftragte und Experte auf dem Gebiet der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) unsere brennendsten Fragen. Darunter auch, inwiefern die Arbeitnehmer:innen von Colorful Chairs von dieser profitieren und wie sich der Arbeitgeberzuschuss berechnet.

Colorful Chairs Magazin: Herr Arndt, was ist die betriebliche Altersvorsorge (bAV) und wie hilft diese Arbeitnehmer:innen?

Arndt: Wir haben in Deutschland ein 3-schichtiges Altersvorsorgesystem. Die Gesetzliche Rente (Schicht 1) bildet die Basis. Ergänzt wird diese durch die bAV (Schicht 2) und die private Vorsorge (Schicht 3). Die Grundidee ist, dass eine stabile Altersversorgung aus einer Kombination aller 3 Schichten besteht. Denn was viele nicht wissen: Die Leistung aus der gesetzlichen Rentenversicherung geht stetig zurück. Jemand der aktuell nach 45 Jahren Beitragszahlung in Rente geht, erhält im Durchschnitt nur noch 48 Prozent seines bisherigen Einkommens, Tendenz weiter sinkend (laut einer DIW-Studie von 2019).

Infografik zum dreischichtigen Altersvorsorgesystem in Deutschland

Das deutsche Altersvorsorgesystem besteht aus drei Schichten, die jede für sich wichtig sind.

Mit Renteneintritt fällt also für die meisten Menschen in diesem Land mehr als die Hälfte Ihres Einkommens weg. Zusätzliche Vorsorge ist deshalb zwingend notwendig. Die betriebliche Altersversorgung eignet sich dafür ideal, denn man profitiert in der Sparphase von einer dreifachen Förderung: Steuerfreiheit, SV-Freiheit und einen Zuschuss vom Arbeitgeber. Dieser ist seit 2018 sogar verpflichtend. So kann jede:r Angestellte mit einem für ihn oder sie passenden Eigenaufwand insgesamt deutlich größere Summen ansparen, als bei der privaten Vorsorge, die allein aus dem Nettoeinkommen finanziert werden muss.

Ronni Arndt (47) ist Bankkaufmann, studierter Volkswirt und Experte für betriebliche Altersversorgung (DMA). Seit 2003 ist er als Finanzplaner für die HORBACH Wirtschaftsberatung tätig. In seiner Position berät er bundesweit KMUs zur optimalen Ausgestaltung und deren Mitarbeiter:innen zur erfolgreichen Nutzung von Betriebsrenten.

HORBACH ist Deutschlands hoch spezialisierter Lebens- und Finanzplaner für Akademiker:innen sowie anspruchsvolle Privat- und Firmenkunden. Diese schätzen neben der hohen fachlichen Kompetenz und der persönlichen Betreuung auch die modernen IT-Systeme in der Beratung. 

Colorful Chairs Magazin: Inwiefern unterstützt Colorful Chairs die bAV ihrer Arbeitnehmer:innen?

Arndt: Die verantwortlichen Entscheider bei Colorful Chairs haben die Notwendigkeit einer zusätzlichen Vorsorge frühzeitig erkannt und bieten allen Arbeitnehmer:innen eine besonders attraktiv ausgestaltete Betriebsrente an. Dabei hat man sich für eine Kombination aus festen und variablen Arbeitgeberzuschüssen entschieden. So erhalten alle Mitarbeiter:innen mit einem dauerhaften Arbeitsverhältnis eine rein vom Unternehmen finanzierte Basisvorsorge bezahlt, die sich freiwillig mit eigenen Einzahlungen aus dem Bruttoeinkommen aufstocken lässt. Obwohl die Agentur selbst noch sehr jung ist, hat man von Unternehmensseite also eine soziale Verantwortung erkannt und frühzeitig zusätzlich in die Belegschaft investiert.

Die finanzielle Förderung ist aber nur ein Teil der Unterstützung: Allen Arbeitnehmer:innen von Colorful Chairs wird eine qualifizierte Beratung zum Thema Altersvorsorge angeboten, damit sie ihre persönliche Situation bestmöglich bewerten können. Wir von der HORBACH Wirtschaftsberatung GmbH stehen von Anfang an bei allen Fragen rund um die BAV zur Verfügung. Es freut uns, dass wir mit unserem Team aus Finanzplaner:innen und bAV-Spezialist:innen Teil dieses modernen Betriebsrenten-Konzeptes sind.

Nach über einem Jahr der intensiven Zusammenarbeit können wir festhalten, dass sich das Angebot für alle Parteien bewährt hat. Die Mitarbeiter:innen schätzen diesen Benefit sehr, was uns in den Beratungen regelmäßig gespiegelt wird. Zudem zahlt ein Großteil auch freiwillig eigene Beiträge in die Betriebsrente ein. Wir sehen also eine hohe Akzeptanz und viele zufriedene Angestellte.

Colorful Chairs Magazin: Wie berechnet sich die bAV mit dem Arbeitgeberzuschuss der Colorful Chairs? Haben Sie ein Beispiel für uns?

Arndt: Sehr gern! Wie bereits erwähnt, ist das Angebot zweistufig. Im Basismodul zahlt Colorful Chairs allen Vollzeitmitarbeiter:innen monatlich 100 EUR in eine betriebliche Rentenversicherung ein. Dieser Betrag wird zusätzlich zum vereinbarten Gehalt gezahlt und ist für die Mitarbeiter:innen steuer- und SV-frei.

Viele Arbeitnehmer:innen stocken den monatlichen Sparbeitrag auch durch eine sogenannte Entgeltumwandlung aus dem eigenen Bruttogehalt auf bis zu 282 EUR auf. Der Hintergrund: Bis zu diesem Betrag bleiben die Einzahlungen ebenfalls steuer- und SV-frei. Außerdem erhalten Mitarbeiter:innen auf eigene Einzahlungen weitere 20 Prozent Zuschuss von Colorful Chairs (Modul 2). In diesem Beispiel kostet die Betriebsrente den Mitarbeiter im Regelfall weniger als 80 EUR netto im Monat.

In Summe können Mitarbeiter:innen also monatlich über 200 EUR Zuschüsse für ihre Altersvorsorge erhalten. Je nach Beginnalter und gewähltem Anlagemodell ergeben sich bei der recht jungen Belegschaft zusätzliche Renten von etwa 700 – 1.000 EUR pro Monat. Damit steigt das Rentenniveau einer Person von zuvor unter 50 % auf etwa 75-90 % ihres Arbeitseinkommens. Die relativ geringe Eigeninvestition von etwa 80 EUR monatlich führt also zu einer nachhaltigen Verbesserung der Versorgungslage im Alter.

Im Basismodul zahlt Colorful Chairs allen Vollzeitmitarbeiter:innen monatlich 100 EUR in eine betriebliche Rentenversicherung ein. […] Außerdem erhalten Mitarbeiter:innen auf eigene Einzahlungen weitere 20 Prozent Zuschuss von Colorful Chairs.
Ronni Arndt

Experte Betriebliche Altersversorgung (DMA), HORBACH

Colorful Chairs Magazin: Was passiert, wenn man einmal nicht mehr in der Lage dazu ist, die Beitragszahlung zu leisten?

Arndt: Hier sieht das Versorgungssystem von Colorful Chairs eine Reihe von flexiblen Anpassungsmöglichkeiten vor. Mitarbeiter:innen können die Beiträge auf Wunsch reduzieren, die Beitragszahlung temporär pausieren oder auch dauerhaft ganz einstellen. Grundsätzlich handelt es sich um einen freiwilligen Sparprozess ohne Zwang. Geringere Einzahlungen führen aber natürlich auch zu einer niedrigeren Rentenleistung. Auf Wunsch können ausgesetzte Beiträge in gewissem Umfang nachgezahlt werden oder Beiträge später wieder erhöht werden.

Colorful Chairs Magazin: Gibt es Auswirkungen auf die bAV, wenn man als Arbeitnehmer:in arbeitslos oder arbeitsunfähig wird?

Arndt: Ja, jedoch müssen wir die beiden Fälle kurz unterscheiden:

Bei Arbeitslosigkeit entfällt mit dem Arbeitgeber die Grundlage für die betriebliche Versorgung und der Vorsorgevertrag wird auf den bzw. die Mitarbeiter:in übertragen. Die betroffene Person entscheidet anschließend allein, ob und in welcher Höhe sie weiter privat Beiträge einzahlt. Diese wären in der Sparphase dann aber ungefördert. In der Praxis wird die Beitragszahlung bei Arbeitslosigkeit aufgrund des deutlich reduzierten finanziellen Spielraums häufig pausiert.

Bei Arbeitsunfähigkeit wiederum ändert sich in den ersten 6 Wochen nichts Grundsätzliches am Arbeitsverhältnis und Einkommen. Die bAV bleibt so lange auch unberührt. Nur bei Krankheit über 6 Wochen hinaus, entfällt die Gehaltszahlung vom Arbeitgeber und damit wieder die Grundlage für die bAV. Das Ergebnis in der Praxis ist meist identisch mit der Situation bei Arbeitslosigkeit – aufgrund des geringer ausfallenden Krankengeldes wird der Vertrag für den Zeitraum meist beitragsfrei gestellt.

Colorful Chairs Magazin: Was muss man als Arbeitnehmer:in beachten, wenn der Arbeitgeber gewechselt wird und man bereits eine bAV hat?

Arndt: Kurz gesagt: Der oder die Mitarbeiter:in nimmt den Vertrag über die Betriebsrente von einem Arbeitsverhältnis zum nächsten einfach mit. Jede:r Angestellte hat einen gesetzlichen Anspruch auf eine bAV, den muss auch der neue Arbeitgeber erfüllen. Dabei hat er aber ein gewisses Mitspracherecht bei der konkreten Ausgestaltung des Vertrages.

In der Praxis wird der bestehende Vertrag häufig übernommen und unverändert fortgeführt, weil das für beide Seiten am einfachsten ist. Ist der neue Arbeitgeber ausnahmsweise nicht mit dem Versicherer einverstanden, kann das bestehende Kapital auch auf einen anderen Versorgungsträger überführt werden. Dies muss nach den geltenden Regeln ohne zusätzliche Kosten und neuerliche Einrichtungsgebühren für den oder die Arbeitnehmer:in stattfinden. So gibt es auch in diesem Fall keine Nachteile. Selbst regelmäßige Arbeitgeberwechsel stehen dem erfolgreichen Aufbau einer Betriebsrente nicht im Wege. Wie so oft im Leben erleichtert eine gute Kommunikation aber auch diesen Prozess. Das heißt: Der neue Arbeitgeber sollte rechtzeitig über den bestehenden Vertrag in Kenntnis gesetzt werden. Zusätzliche Unterstützung kann auch der oder die bAV-Vorsorgeberater:in bieten.

Arbeitnehmer:innen sollten sich zusätzlich Gedanken über die finanziellen Folgen machen. Denn wenn der neue Arbeitgeber die Betriebsrente deutlich weniger fördert als der aktuelle Arbeitgeber, dann kann das Gesamtpaket aus Gehalt und Betriebsrente durchaus finanziell nachteilig sein und sich der Jobwechsel aus diesem Grund gar nicht lohnen. Smarte Unternehmen wie Colorful Chairs nutzen diesen Effekt aktiv im Wettbewerb, um gute Fachkräfte zu gewinnen.

Selbst regelmäßige Arbeitgeberwechsel stehen dem erfolgreichen Aufbau einer Betriebsrente nicht im Wege. […] Der neue Arbeitgeber sollte [aber] rechtzeitig über den bestehenden Vertrag in Kenntnis gesetzt werden.
Ronni Arndt

Experte Betriebliche Altersversorgung (DMA), HORBACH

Colorful Chairs Magazin: Die betriebliche Altersvorsorge ist also ein lukrativer Langzeitplan. Haben Sie zum Schluss noch ein paar Spartipps, die man direkt umsetzen könnte?

Arndt: Ganz grundsätzlich kann ich nur jedem empfehlen, sich frühzeitig mit den eigenen Finanzen zu beschäftigen und die finanzielle Zukunft aktiv zu planen. Verlorene Zeit aufzuholen, wird später sehr teuer! Eignen Sie sich selbst gewisse Grundkenntnisse in puncto Finanzen an. Hier bieten neben guten Büchern u. a. die digitalen Medien vielfältige Möglichkeiten.

Es ist wichtig, sich eine finanzielle Reserve aufzubauen. Ist eine solche vorhanden, investieren Sie Ihr Geld langfristig in Dinge, die Sie verstehen und die Ihren persönlichen Zielen wirklich nutzen. Und setzen Sie niemals alles auf eine Karte, egal wie gut etwas klingt. Sind Sie sich unsicher, fragen Sie einen vertrauensvollen Experten, das hilft teure Fehler zu vermeiden. Auch wenn das alles einen gewissen Aufwand bedeutet, zahlt sich Engagement hier durch mehr Wohlstand und mehr Sicherheit im Leben aus.

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